MAMI´S KLEINER HELFER

Genre
Horror, Kurzfilm
Buch
Michael Lavelle
Regie
Michael Lavelle

Besetzung
Uwe Bünker (BVC)
Darsteller

Beate Maes
Gina Louisa Naumann
John Koegh
Eva Maria Kurz
Claudia Bechstein
Sofia Exss

Kamera
Kate Mc Cullough
Szenenbild
Merlin Ortner
Kostümbild
Rudi
Maskenbild
Sandra Flöther
Orginalton
Stephan Blosche
Schnitt
Julia Dupuis
Sounddesign
Daniel Schulte
Musik
Robin Schlochtemeier

Produzenten: Holger Sorg, Ismail Sahin
Produktionsleitung:  Tim Wustrack

Förderung
Medienboard Berlin Brandenburg

Status: Fertiggestellt

Kurzfilm, realisiert im Rahmen der Berlinale, als einer von fünf Auserwählten für die Berlinale Talent Awards 2011 „You Are Leaving The Familiar Sector“

Kurzbeschreibung:
Oberflächlich gesehen führt Catherine ein wundervolles Leben als Frau eines in Berlin stationierten Botschafters, aber insgeheim kämpft sie mit immer größer werdenden Komplexen wegen ihrer rundlichen Figur. Während eines Empfangs hört sie ein Gespräch mit und findet heraus, dass es einen geheimen Weg gibt um abzunehmen. In der Nacht verlässt Catherine ihr gewohntes Umfeld und findet sich wieder in einem heruntergekommen Teil der Stadt auf der Suche nach dem mysteriösen Wundermittel...

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Catherine's Tochter Ailish erzählt, die im Verlauf der Geschichte selbst langsam Komplexe ihres Körpers wegen entwickelt.

FBW: Prädikat "besonders wertvoll"

Jurybegründung

Der Schlankheitswahn und die falschen Schönheitsideale, die uns die Medien vorgaukeln – in seinem Film MAMIS KLEINER HELFER bringt der Regisseur Michael Lavelle den alltäglichen Kampf gegen die vermeintlich überflüssigen Pfunde treffend und bildgewaltig auf den Punkt. Aus der Sicht der etwas pummeligen Tochter Ailish schildert der Film in einer leicht zugespitzt scheinenden Form und dicht inszenierten Szenen, wie weit Menschen zu gehen bereit sind, wenn es um die Erhaltung oder Wiederherstellung des „perfekten“ Körpers geht. Die Würmer, die sich die Frauen und mit ihnen auch Ailishs Mutter einpflanzen lassen, um Gewicht zu verlieren, werden dabei zur sinnfälligen Metapher für das Parasitäre einer Industrie, die mit ihren Wunschbildern nicht nur unsere Körper, sondern vor allem unseren Geist in Besitz nimmt, wie sie dort falsche Versprechungen installiert und sich von unseren Sehnsüchten nach ewiger Schönheit und Jugend nährt. Der wahre Horror, so beschreibt es der Film, sind dabei nicht die Parasiten an sich, sondern vor allem unsere Bereitschaft, bedenkenlos alle Hemmungen fallen zu lassen.
Besonders lobend erwähnte die Jury, die dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“ verlieh, die sehenswerte Kameraarbeit, die kluge Dramaturgie und den punktgenauen Schnitt, der die Botschaft in idealer Weise unterstützt. Dies ist der Film eines Regisseurs, der sich mit dieser Arbeit nachdrücklich für weitere Filme empfiehlt.

Auszeichnungen:

  • "Best Drama" Corona Fastnet Short Film Festival, Mai 2011 Irland
  • "Donal Gilligan Award for Best Cinematography " Galway Film, July 2011 Irland
  • "Best Film" Short Day Film Festival, August 2011 Ireland

Festivalteilnahmen:

  • 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin, Februar 2011 Deutschland
  • 28th Busan International Short Film Festival, Mai 2011 Korea
  • Corona Fastnet Short Film Festival, Mai 2011 Ireland
  • 32nd Durban International Film Festival, Juli 2011 Süd Afrika
  • Galway Film Fleadh, Juli 2011 Ireland
  • Busho Budapest Short Film Festival, August 2011 Ungarn
  • Rome International Film Festival, September 2011 Atlanta USA
  • Austin Film Festival, Oktober 2011 Austin USA
  • Short Day Film Festival, August 2011 Ireland
  • New Orleans Film Festival, Oktober 2011 New Orleans USA

Set-Fotos

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© David Ausserhofer

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