WENN BÄUME PUPPEN TRAGEN

Genre
Tragödie, Kurzfilm
Buch
Christoph von Zastrow
Regie
Ismail Sahin

Besetzung
Uwe Bünker (BVC)
Darsteller
Chanel Addae, Luna Schaller,
Cynthia Micas, Thelma Buabeng,
Dayan T. Kodua, David Wurawa,
Bernard Mayo

Kamera
Andrés Lizana Prado
Szenenbild
Merlin Ortner
Kostümbild
RUDI
Maskenbild
Eva Dieckhoff
Originalton
Marko Weichler (BVfT)
Schnitt
Thomas Stange
Sounddesign
Jan-Timo Sonnemann
Mischung
Moritz Hoffmeister
Musik
Christoph Rinnert

Produzenten: Holger Sorg, Ismail Sahin
1. Aufnahmeleitung: Tim Wustrack
Redaktion: Dr. Claudia Gladziejewski
In Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk BR

Förderungen
FilmFernsehFonds Bayern FFF,
Medienboard Berlin Brandenburg MBB,
Filmförderungsanstalt FFA

Kurzbeschreibung:
Seit ihrer Geburt lebt die siebenjährige Nabila in zwei verschiedenen Welten gleichzeitig. Einerseits ist sie die Tochter afrikanischer Einwanderer und damit in deren kulturellen Wertesystem beheimatet. Andererseits hat sie den afrikanischen Kontinent noch nie betreten. Sie spricht besser Deutsch als ihre Muttersprache und ihre beste Freundin ist eine deutsche Türkin. Trotz allem kann sich Nabila auf die erste Reise in das Heimatland ihrer Familie freuen, zumal man ihr ein großes Fest und viele Geschenke versprochen hat. Noch ahnt Nabila nicht, dass ihre Eltern die Reise geplant haben, um die vermeintliche kulturelle Identität des Mädchens mittels eines Jahrtausende alten, überaus grausamen Rituals unwiderruflich festzuschreiben…

Bewertung der FBW:

Prädikat "besonders wertvoll"

Auf die kleine Nabila wartet ein schweres Schicksal: Trotz ihres europäischen Lebensstils in der deutschen Großstadt reisen die Eltern mit der Siebenjährigen in ihre alte Heimat Afrika, um dort die rituelle Beschneidung des Mädchens vollziehen zu lassen. Geschickt nähert sich dieser tiefgreifende Kurzfilm der grausamen Problematik, die als Tabuthema allzu oft hinter dem Schleier des Schweigens verhüllt wird. Die beeindruckende filmische Umsetzung und eine ausgezeichnete Tonspur machen die Kontraste von zwei Welten mit gegensätzlichen, kulturellen Wirklichkeiten und Vorstellungen erfahrbar, ohne in der Inszenierung zu drastisch werden zu müssen. So vermögen die großartigen Bilder des verdichteten Dramas den verheerenden Eingriff in das Leben der jungen Mädchen und den unwiederbringlichen Verlust der Unbeschwertheit besser zu schildern als harte Worte.

Auszeichnung:

  • 1. Preis "beste Kamera" Rhode Island International Film Festival USA 2010
  • Filmbewertungsstelle Wiesbaden, Prädikat "besonders wertvoll" Deutschland 2010
  • "Kurzfilm des Monats" Filmbewertungsstelle Wiesbaden Deutschland 2010
  • Friedrich-Wilhelm-Murnau-Kurzfilmpreis Deutschland 2011
  • 2. Preis Kurzfilmwettbewerb Internationales Filmwochenende Würzburg Deutschland 2011
  • Preis der AV Medienzentrale "bester Kurzfilm" Thalmässing Kurzfilmtage Deutschland 2011
  • "Kid’s Land Archive Award" Kavalan International Short Film Festival Taiwan 2011

 

Festivalteilnahmen:

  • Rhode Island International Film Festival, August 2010 USA
  • 44. Internationale Hofer Filmtage, Oktober 2010 Deutschland
  • 32. Biberacher Filmfestspiele, November 2010 Deutschland
  • Foyle Film Festival, November 2010 Irland
  • Filmfestival Max Ophüls Preis, Januar 2011 Deutschland
  • Würzburger Filmwochenende, April 2011 Deutschland
  • 35th Cleveland International Film Festival, März 2011 USA
  • Thalmässing Kurzfilmtage, Mai 2011 Deutschland
  • Kavalan International Short Film Festival, August 2011 Taiwan
  • Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival, August 2011 Deutschland

Set-Fotos

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